12. 11. 2014

Deine Verdauung rebelliert? Wenn Lebensmittel Probleme bereiten.

Jeder dritte Deutsche leidet an körperlichen Beschwerden nach dem Essen, so wird es von Experten geschätzt. Doch was ist los, wenn der Körper gegen das Essen rebelliert? Erfahre hier mehr über die häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Unter Nahrungsmittelallergien werden alle Unverträglichkeiten gegenüber Lebensmitteln verstanden.

Die Beschwerden können sehr vielfälltig sein, eindeutig oder auch eher versteckt. Daher sollte beim konkreten Verdacht auf eine Unverträglichkeit der Hausarzt aufgesucht werden.

1. Nahrungsmittelunverträglichkeiten

  • auch Nahrungsmittelintoleranzen genannt
  • treten bei ca. 20 % der Erwachsenen auf (bei Kindern etwas seltener)
  • anders als bei Allergien meutert dabei nicht das Immunsystem, sondern der Darm gegen Inhaltsstoffe im Essen
  • Ursache: im Darm reagiert ein Enzym oder Transportmechanismus nicht oder nur teilweise, wodurch vor allem Verdauungsprobleme verursacht werden
  • so kann z.B. Milchzucker (Laktose) nicht oder nur schlecht verarbeitet werden

1. Lactose

Laktose oder auch Milchzucker kommt in Milch und Milchprodukten vor.

Heutzutage wird Milchzucker immer öfter in der Ernährungsindustrie verarbeitet und ist daher in vielen Fertigprodukten enthalten.

Mehr Infos erhältst du hier.

 

 

2. Gluten

Gluten ist das Klebereiweiß in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Gerste oder Roggen. Es trägt zur Backfähigkeit von Mehl bei und sorgt für das Teiggerüst in Brot und Gebäck.

Mehr Infos erhältst du hier.

 

 

3. Fructose

Fruktose (Fruchtzucker) und verwandte Stoffe sind verantwortlich für die Süße von Obst, sind aber auch in Honig oder Fruchtsäften enthalten. Auch Gemüse und Getreide enthalten Fruchtzucker.
Mehr Infos erhältst du hier.

2. Nahrungsmittelallergien

  • überschießende Reaktionen, vom körpereigenen Immunsystem verursacht
  • der Körper reagiert bereits auf kleinste Mengen einer bestimmten Fremdsubstanzen (Allergen) überzogen, welche für gesunde Menschen harmlos sind
  • dieser "Fehlarlam"durch das Allergen (z.B. ein bestimmtes Eiweiß im Lebensmittel) führt zur Bildung von spezifischen Antikörpern (Sensibilisierung)
  • kommt es erneut zum Kontakt mit dem Allergen, kann der Körper irgendwann allergisch reagieren, der Botenstoff Histamin wird gebildet, welcher für die Allergiesyptome verantwortlich ist
  • je nach Schweregrad können Allergien lebensbedrohlich sein
  • treten bei schätzungsweise 2 bis 8 % der Erwachsenen auf (etwas häufiger bei Kindern)
  • Bei Kindern sind die häufigsten Auslöser Kuhmilch, Hühnerei, Soja, Fisch, Erdnüsse und Weizenmehl.
  • Jugendliche und Erwachsene reagieren häufiger auf pflanzliche Lebensmittel wie rohes  Obst, Nüsse und Gewürze allergisch, oft bei gleichzeitiger Allergie gegen bestimmte Pollen (eine so genannte Kreuzallergie)
  • z.B. Kuhmilch: bei der Milchallergie reagiert der Köper v.a. auf bestimmte Eiweiße (z.B. Kaseine)

Quellen und weitere Infos:

aid (2014): Unverträglichkeiten. Online unter: www.was-wir-essen.de/infosfuer/unvertraeglichkeiten.php

Floto-Stammen, S. (2009): Allergisch auf Essen? - Ratgeber bei Lebensmittelunverträglichkeiten. Bonn: aid. Online erhältlich für 2,50 €  im aid-Medienshop unter shop.aid.de/1415/allergisch-auf-essen-ratgeber-bei-lebensmittelunvertraeglichkeiten