12. 11. 2014

Nichts geht ohne Energie!

Von nichts kommt nichts - und das Leben schon gar nicht. Wir brauchen permanente Energie, um fit zu bleiben. Daher essen wir.

1. Energie wozu?

Energie benötigen wir sogar im Ruhezustand, selbst wenn wir schlafen nämlich für die Atmung, die Körpertemperatur, die Verdauung oder die Herz-Kreislauf-Tätigkeit. Wissenschaftler sprechen daher auch vom Grundumsatz, d.h. es geht um die grundlegende Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge.
Der zweite große Energieverbraucher ist der sogenannte Leistungs- bzw. Arbeitsumsatz. Und der ist variabel. So verbraucht ein Tour de France-Hochleistungsfahrer schnell mal bis zu 8000 Kilokalorien pro Tag, ein Couch-Potato dagegen nur einen Bruchteil davon.

Die Energie gewinnen wir aus drei Nährstoffen: Kohlenhydraten, Eiweiß und Fetten. Damit die Kraftstoffe in den Lebensmitteln zünden, brauchen wir natürliche Regler, die Vitamine. Aller guten Dinge sind daher Dreizehn...13 Vitamine steuern unseren Stoffwechsel und den Umbau der eingespeisten in körpereigene Substanzen. Auch Mineralstoffe tragen hierzu bei. Ballaststoffe aus Gemüse und Obst sorgen schließlich für eine ordentliche Verdauung. Sie signalisieren uns aber auch: Schluss jetzt mit dem Essen, denn wir sind satt.

Unseren Stoffwechsel kannst du dir wie eine innere Verbrennungsmaschine vorstellen, die mit der Energie aus der Nahrung betrieben wird. Essen wir mehr als nötig ohne ausgiebiger körperlicher Aktivität, speichert der Körper das überschüssige Brennmaterial in den Fettzellen. Und hier bleibt es, bis du ordentlich Feuer machst, dich bewegst und so den Zündfunken springen lässt.

Isst du zu wenig, läuft dein Körper auf Sparflamme. Du nimmst du vor allem an Muskelmasse ab. Außerdem leidet langfristig dein Immunsystem und dein Körper wird anfälliger für Krankheiten.

2. Doch was ist eigentlich Hunger und wie entsteht er?

Der Wechsel zwischen Hunger und Sättigung wird im Gehirn genauer im Hypothalamus reguliert und unterliegt verschiedenen Prozessen.

  • So spielen z.B. die Schwankungen im Blutzuckerspiegel eine Rolle. Fällt der nämlich, werden wir hungrig. Daher empfehlen sich auch häufige kleiner Mahlzeiten, die reich an komplexen Kohlenhydraten sind. Sie erhöhen den Blutzuckergehalt ganz langsam und halten so den Zuckerspiegel konstant. Wir fühlen uns satt.
  • Füllt sich der Magen (der Magen dehnt sich), werden bestimmte Rezeptoren an der Magenwand stimuliert, wodurch über Nervenstränge das Sättigungszentrum im Gehirn aktiviert wird.
  • Außerdem regulieren Verdauungshormone das Hunger- und Sättigungsgefühl. Gelangt Nahrung vom Magen in den Zwölffingerdarm, werden kurzzeitig Verdauungshormone freigesetzt, die ein kurzzeitiges Sättigungsgefühl signalisieren.

3. Wo liegt das Problem?

Vielen fällt das Beachten der Körpersignale schwer. Man hat es gelernt aufzuessen oder möchte unbedingt noch weiteressen, schließlich ist es so lecker.

Ernährungsgewohnheiten wie

  • ständiges zwischendurch Snacken (v.a. Schokoriegel, Chips und Co., 1 Portion ist dabei völlig okay, meist greift man jedoch gern öfter zu)
  • nebenbei Essen (bei TV: man ist abgelenkt und ist geneigt mehr zu essen als nötig)
  • Essen aus Langweile oder aus Frust
  • unregelmäßig Essen
  • einseitige Ernährung (viel Fast Food und gesüßte Getränke, kaum Obst und Gemüse)
  • Diätverhalten (gegen den eigenen Hunger ankämpfen)

erschweren uns zudem, auf unsere Körpersignale zu achten und im Gleichgewicht zu bleiben.

Doch das Weiteressen oder Essen, wenn man eigentlich keinen Hunger hat, führt deinem Körper mehr Energie zu, als er eigentlich benötigt.

Toll wäre es, wenn das Zuviel an Energie einfach ausgeschieden wird. Dies kann unser Körper aber nicht. Somit gelangt der Energiestoffwechsel ins Ungleichgewicht und die überschüssige Energie wird angelagert.
Um diese Speicher / Polster wieder loszuwerden, bzw. diese erst gar nicht entstehen zu lassen, helfen nur zwei Dinge:

  1. langfristig auf eine ausgewogene Ernährung achten und
  2. ein Mehr an Bewegung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Du willst mehr über Diätirrtümer wissen?
Hier gibt es einen kurzen Audiobeitrag zu Diätirrtümern des RBB mit der Ernährungswissenschaftlerin Dr. Ute Gola. www.ardmediathek.de/inforadio/rbb-praxis/achtung-diaet