home

Fructoseunverträglichkeit

Was steckt drin? Fruktose (Fruchtzucker) und verwandte Stoffe sind verantwortlich für die Süße von Obst, ist aber auch in Honig oder Fruchtsäften enthalten. "Zuckerfreie" Produkte werden oft mit Kristallzucker und Fruktose gesüßt. Am Kaloriengehalt ändert das gar nichts. Auch Gemüse und Getreide enthält Fruchtzucker.

Das passiert im Körper: Normalerweise wird Fruktose durch die Dünndarmwand ins Blut geschleust (Fruktose-Absorption). Funktioniert dieser Vorgang nicht, wird Fruktose nicht verstoffwechselt (Fruktose-Malabsorption) und wandert weiter in den Dickdarm. Bei etwa einem Drittel der Deutschen ist das der Fall.

Typische Symptome? Einmal im Dickdarm angekommen, wird Fruktose zu Wasserstoff, Kohlendioxid und kurzkettigen Fettsäuren verstoffwechselt. Das löst Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall 30 bis 90 Minuten nach fruktosehaltigem Essen aus.

Was tun? Bei einem Verdacht auf eine Fruktose-Unverträglichkeit ist der Gang zum Arzt notwendig. Bestätigt der Arzt eine Fruktoseunverträglichkeit sollte Fruktose möglichst reduziert werden. Meist lindern sich die Symptome damit schon.

Wichtige Fakten:

  • Üblicherweise werden täglich 20 bis 60 g Fruktose zu sich genommen.

  • Diese Menge kann reduziert werden, wenn Snacks, die Maissirup (ein Glukose-Fruktose-Sirup) enthalten, sowie bestimmte Getränke (Sportgetränke, Fruchtsaft) vermieden werden.

  • Viel Fruktose ist enthalten in Obst und Obstsäfte (Apfel, Kirsche, Traube, Melone, Ananas, Birne), Trockenfrüchte, Beeren (Blaubeeren und Himbeeren), Gemüse (Spargel, Bohnen, Brokkoli, Tomaten, Zucchini), Honig, Weizenprodukte (Mehl, Nudeln, Brot) sowie Süßigkeiten und gesüßten Getränken.

  • Gute Alternativen: Auf Vitamine muss niemand verzichten. Kombiniert mit Glukose (Traubenzucker) wird Fruktose leichter verdaut. Deshalb sind Lebensmittel, die beides enthalten, gut verträglich, z.B. Bananen, Mandarinen, Grapefruit, Zitrone, Avocado, Karotten,  Kartoffel. Gut geeignet sind auch fruktosearme Gemüsesorten wie Salate, Mais oder Erbsen

  • Häufig besteht gleichzeitig eine Unverträglichkeit gegenüber den Süßstoffen Sorbitol und Xylitol. Diese sollten auch gemieden werden. Sie sind häufig in sogenannten Light-Getränken sowie zuckerfreien Kaugummi und Süßigkeiten enthalten.

Quellen und weitere Infos:

aid (2014): Fructose-Unverträglichkeit. Online unter: http://www.was-wir-essen.de/infosfuer/fruktosemalabsorption.php